Ohrwurm, Armwurm

Wer kennt ihn nicht, den Ohrwurm: Ein Lied hat sich im Kopf eingenistet und läuft auf “Heavy Rotation” wie ein Hit im Radio – unwillkürlich geht der Geist den Song immer wieder durch, man hat das Gefühl, den Song fast zu hören.
Als ich letztens zur Arbeit marschierte, fiel mir auf, wie da so ein eigenartiges Gefühl von meiner einen Hand zur anderen und zurück wanderte. Der ganze Arm wurde abwechselnd total leicht, als wollte er hochschweben, und gehorchte dann wieder der Gravitation. Spooky. Was war da los? Am Tag vorher hatte ich mit dem Stock geübt, und mein Körper war wohl immernoch so begeistert davon, wie sich das Bewegungsmuster anfühlt.
Das ist toll. Ich mag es, wenn die Vorstellung so klar wird, dass sie direkt zum Abruf bereitsteht. Nur blöd, wenn der eine Song, die eine Bewegung so übermächtig wird, dass sie den Geist gefangennimmt und man willenlos gerade diese Prozedur weiter abspulen muss. Da hilft nur: Ganz ganz viele Prozeduren gleichzeitig präsent haben. Und dafür hilft nur: eine nach der anderen tief verinnerlichen. Immer weiter üben.

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